Berg-german:A-Cup 2008

 

1. Lauf: Betzdorf - 11. Mai 2008

betzdorfAm Pfingstsonntag startete der Berg-german:A-Cup 2008 bei schönstem Frühlingswetter in Betzdorf. In den verschiedenen Klassen gingen insgesamt 386 Fahrer an den Start. Darunter auch Lukas Geisbüsch, der in der Männerhauptklasse Hobby zusammen mit den Senioren-Hobbyklassen und der Frauen Lizenzklasse die Strecke in Angriff nahm.
Nach einem sehr schnellen Start bildete sich eine fünfköpfige Spitzengruppe, bestehend aus 3 Fahrern der Senioren 1, einem Fahrer der Männerhauptklasse und Lukas Geisbüsch. Bis zum Ende des Rennens konnte dieser sich dort behaupten und fuhr auf einen hervorragenden zweiten Platz.
Auch beim nächsten Rennen in Bergisch Gladbach am 24. Mai hofft Lukas wieder vorne mitzumischen und weitere Punkte für die Cupwertung sammeln zu können.

 

2. Lauf: Bergisch Gladbach - 25. Mai 2008

bgladbachNachdem ich beim ersten Rennen des Cup den Sieg nur knapp verpasst hatte, ging ich in Bergisch Gladbach entsprechend motiviert an den Start. Die 7km lange Strecke versprach aufgrund des trockenen und harten Bodens und der wenigen Höhenmeter ein sehr schnelles Rennen. Dennoch war sie technisch anspruchsvoll mit einem hohen Singletrailanteil, was mir sehr entgegenkam.
Kurz nach dem Start bildete sich eine dreiköpfige Spitzengruppe mit dem Sieger des Rennens in Betzdorf, einem belgischen Fahrer und mir. In der zweiten von drei Runden konnte ich einem Angriff des Cupführenden Marian Kopfer nichts entgegensetzen und musste ihn und den Belgier ziehen lassen. Ich konnte jedoch den Abstand zu den Verfolgern immer weiter ausbauen und so einen ungefährdeten dritten Platz ins Ziel fahren, welcher mir außerdem den zweiten Platz in der Cupwertung sicherte.

 

3. Lauf: Pracht-Wickhausen - 01. Juni 2008

Da die Strecke in Pracht bereits im Vorfeld als eine der schwersten Strecken Deutschlands bezeichnet wurde, war ich sehr auf das Rennen gespannt. pracht1Das Warmfahren auf der Strecke zeigte, dass sie diesen Titel tatsächlich verdient hat. Anspruchsvolle Downhills, gespickt mit Wurzeln, wechselten sich mit schnellen Flachpassagen und heftigen Steigungen ab. Während meiner zweiten Runde auf der Strecke, ca. 20min vor Rennstart,  riss bei dem Sprung über eine Wurzel plötzlich mein linkes Pedal aus dem Gewinde der Kurbel. Nachdem ich das Pedal auf dem Waldboden gefunden hatte, rannte ich so schnell es ging zurück in den Start-Zielbereich. Dort konnte einer der zahlreichen Aussteller das Pedal wieder festschrauben, da das Gewinde glücklicherweise noch intakt war. So hatte ich noch Zeit zum warmfahren und stellte mich danach an den Start.

Aufgrund der ausgerichteten Europameisterschaft der Hobby-Mountainbiker in diesem Rennen waren zusätzlich zu den üblichen Cupstarter weitere Fahrer am Start. Das Rennen startete mit einer hohen Geschwindigkeit, vor allem in den Downhillpassagen fuhren einige der Starter mit vollem Risiko. pracht2Da ich keinen Sturz riskieren wollte, hielt ich mich zurück und musste die Spitzengruppe ziehen lassen. Auf dem abwechslungsreichen Kurs konnte ich in den ersten Runden keinen rechten Rhythmus finden und fiel so zwischenzeitlich auf den 8. Platz zurück. Vom Streckenrand aus versorgte mich mein Trainer Norbert Kiefl mit Abständen und Tipps und je länger das Rennen anhielt, umso besser kam ich mit der Strecke zurecht. So konnte ich mich in den letzten beiden Runden noch auf einen 6. Platz verbessern. Bei der Europameisterschaft konnte ich mich dadurch leider nicht platzieren, aber durch das Fernbleiben des Cupführenden konnte ich die Cupführung übernehmen und werde beim nächsten Rennen in Altenkirchen im Führungstrikot an den Start gehen.

 

4. Lauf: Altenkirchen - 09. August 2008

Nach einer längeren Rennpause machte ich mich vergangenen Samstag auf zum nächsten Lauf der Berg-German:A-Serie in Altenkirchen. Knapp eine Woche nach unserer Rückkehr aus den Alpen war ich gespannt, wie sich die gefahrenen Kilometer und vor allem Höhenmeter bemerkbar machen würden. Die Freude endlich wieder ein Rennen fahren zu können, wurde noch dadurch gesteigert, dass ich mir bei der Anmeldung das Trikot des Cupführenden abholen durfte.
altenk1Auf dem ersten Kilometer der Proberunde, dachte ich, dass es ein recht einfaches Rennen auf einem leichten Kurs werden würde. Doch dann ging es los: ein mit Wurzeln gespickter Singletrail folgte dem nächsten und mehrere steile Anstiege (inklusive einer Tragepassage) versprachen alles andere als ein lockeres Rennen. Die Strecke war allerdings bestens präpariert und die Bodenverhältnisse sehr gut. So stellte ich mich voller Vorfreude in die Startaufstellung.

Nach dem Startschuss ging es direkt den sehr steilen Starthang hinauf, wo sich  eine Vierergruppe leicht absetzen konnte. altenk2Nach einer schmalen Bachdurchfahrt vergrößerte sich der Abstand zu den Verfolgern nochmals. Innerhalb des Spitzenquartetts konnte ich mich nach vorne arbeiten und mich ans Hinterrad des Spitzenreiters hängen. Bei der ersten Begegnung mit der Tragepassage merkte ich allerdings, dass das Tempo zu hoch für mich war und so ließ ich ihn fahren. Im weiteren Rennverlauf war ich damit beschäftigt den Drittplatzierten auf Distanz zu halten. Dank den Zurufen von Norbert Kiefl wusste ich stets bestens Bescheid über die Abstände nach vorne und hinten. In der letzten von insgesamt vier Runden hatte ich dann endlich die Gewissheit, dass mich von hinten niemand mehr gefährden würde.
Mit einem Abstand von knapp zwei Minuten auf den Sieger Marian Kopfer kam ich so als Zweiter ins Ziel, 40 Sekunden vor dem Drittplatzierten Samuel Rosenkranz.

Bilder vom 4. Lauf in Altenkirchen (#8)

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5. Lauf: Daun - 06. September 2008

Lange hatte ich mich auf  Daun gefreut, da das Rennen durch die Stadt mit all den Zuschauern am Rand eine wahnsinnige Atmosphäre mit sich bringt. daun1Für dieses Jahr hatten sich die Veranstalter eine Besonderheit für den Start überlegt: So mussten wir Fahrer uns bei der Startaufstellung neben unser Rad stellen und direkt nach dem Start über drei Hürden in Form von Strohballen laufen. Diese Laufeinlage gelang mir sehr gut, so dass ich als Führender durch die erste Kurve fahren konnte. Schnell konnte ich mich gemeinsam mit Samuel Rosenkranz von den übrigen Fahrern absetzen. Das ganze Rennen über fuhren wir gemeinsam an der Spitze und wechselten uns im stillen Einverständnis mit der Führungsarbeit ab. Während des Rennens bekam ich vom Streckenrand immer wieder nützliche Informationen und Zwischenstände von meinem Trainer Norbert Kiefl, der nach jeder Durchfahrt wieder zurück in eine Pizzeria hechtete, wo sein Abendessen auf ihn wartete. Nach einigen kleinen Bissen stand er wieder für die nächste Runde an der Strecke bereit.
daun2In der vorletzten Runde in der Auffahrt zu Start und Ziel erhöhte ich kurz den Druck aufs Pedal, merkte jedoch, dass ich meinen Mitstreiter nicht abhängen konnte. Dieser hingegen überholte mich eine halbe Runde später aus meinem Windschatten heraus und versuchte mich abzuschütteln, doch ich konnte dranbleiben. Als wir das letzte Mal auf die Steigung Richtung Ziel einbogen, ließ ich ein kleines Loch zu meinem Vordermann und setzte in der Hälfte des Berges zum Sprint an. Nur langsam konnte ich mich an ihm vorbeischieben. Als er jedoch mit seinem Lenker meine Hüfte berührte, kam er aus dem Rhythmus und musste abreißen lassen. So konnte ich einen Vorsprung von gerade mal einer Sekunde ins Ziel retten.
Beim nächsten Rennen des Cups in Herdorf werde ich weiterhin das Trikot des Cupführenden tragen dürfen und hoffe ein ähnlich gutes Rennen abzuliefern wie in Daun.

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7. Lauf: Finale in Büchel - 28. Oktober 2008

Nach einer ersten Streckenbegehung zusammen mit meinem Vater und mit Norbert Kiefl war ich mehr als begeistert. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurde die Strecke noch einmal verbessert und es galt einen abwechslungsreichen Kurs zu bewältigen, der sowohl Fahrtechnik als auch viel Kondition verlangte. Trotz angekündigtem Regen schien es trocken zu bleiben. Auch wenn der Regen der vergangenen

Nacht manche Stelle aufgeweicht hatte, war der Boden insgesamt äußerst griffig und sehr gut zu fahren. Nachdem ich mich warm gefahren hatte, stellte ich mich in die Startaufstellung.
Dieses Mal sollten nur 6 Fahrer in der Männerhauptklasse an den Start gehen. Unter ihnen meine direkten Konkurrenten in der Gesamtwertung Marian Kopfer und Samuel Rosenkranz. Mit 4 Siegen war dem Cupführenden Kopfer der Gesamtsieg nicht mehr zu holen, viel mehr ging es für mich darum, den zweiten Gesamtrang zu verteidigen.
Ich erwischte einen sehr guten Start und konnte die erste Runde von der Spitze aus in Angriff nehmen. Die ersten Trails ließen sich sehr flüssig fahren und so konnte ich mich zusammen mit Marian Kopfer vom Rest des Feldes absetzen. Nachdem wir nach der zweiten Runde das Ziel passierten, setzte sich mein Gegner leicht von mir ab. Aus den Erfahrungen der vorangegangenen Cuprennen wusste ich, dass es keinen Sinn machte die Verfolgung aufzunehmen. Also konzentrierte ich mich darauf, den Vorsprung auf meinem Hintermann zu vergrößern. Während dem gesamten Rennen wurde ich diesbezüglich von Norbert auf dem neuesten Stand gehalten. So spulte ich Runde um Runde ab und kam letzlich als Zweiter hinter Marian Kopfer und vor Michell Schulze ins Ziel. Durch dieses Ergebnis hatte ich mir den erhofften zweiten Platz in der Gesamtwertung gesichert.

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Mit diesem Rennen geht die Rennsaison 2008 für mich zu Ende. Mitte November gilt es dann, die kommende Saison so vorzubereiten, dass sie hoffentlich ähnlich erfolgreich wird wie die diesjährige.

Bilder vom Finale in Büchel

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Lukas Geisbüsch

Weitere Infos unter www.berg-bike-cup.de

Ergebnisse: www.malkmus-timing.de/ergebnisse.php

 


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