Houffalize (Belgien) - 19. April 2008
Nachdem Laura-Maria und ich freitags unser Zelt auf dem Campingplatz unweit der Weltcupstrecke aufgebaut hatten, zog ich mich um und machte ich mich auf eine erste Erkundungsrunde. Da ich schon mehrfach beim Hobbyrennen in Houffalize gestartet bin, die Strecke gut kenne und weiß wie schwer sie ist, war mein Respekt wie jedes Jahr entsprechend groß. Doch die Strecke war zum größten Teil trocken, sehr griffig und gut präpariert. Ich fühlte mich auf Anhieb wohl und kam auch mit den äußerst anspruchsvollen Downhills gut zurecht. An die erste Runde wurde gleich noch eine weitere gehangen, um die Strecke noch besser kennenzulernen. Zurück am Campingplatz blickte ich voller Vorfreude auf den kommenden Renntag.
Doch es sollte anders kommen als erwartet…
Am Samstagmorgen wurde ich durch Regen geweckt, welcher auf das Zelt prasselte. Es regnete den ganzen Morgen bis zu meinem Start um 16 Uhr. Da sich durch den Regen die Streckenverhältnisse stark geändert hatten, musste ich mich vor dem Rennstart erneut auf die 6km lange Strecke begeben. Meine Befürchtungen bestätigten sich: viele der Downhills, welche am Vortag noch fahrbar waren, wurden zu Laufpassagen und auch berghoch war die ein oder andere Schiebepassage entstanden.
Glücklicherweise wurde ich in der Startaufstellung dem zweiten Startblock zugewiesen wodurch ich nur 25 Starter vor mir und ca. 200 hinter mir hatte.
Ich erwischte einen sehr guten Start, konnte einem Sturz vor mir ausweichen und meine Position am ersten Berg verteidigen. Während dem Rennen verschlechterte sich der Streckenzustand immer mehr und die Laufpassagen wurden immer länger. Wider Erwarten kam ich mit der Laufbelastung gut zurecht und konnte meinen Rhythmus fahren. Auch mein Rad machte trotz der widrigen Witterung keinerlei Probleme und funktionierte einwandfrei, während viele der anderen Fahrer mit technischen Problemen zu kämpfen hatten. In der letzten Runde konnte ich noch mal einige Plätze gut machen und so, wie sich später rausstellte, nach 1h44min Fahrzeit einen 30. Platz einfahren und wurde somit bester Deutscher. Da ich mir vor dem Rennen vorgenommen hatte, wenigstens in die Top 50 zu fahren, bin ich mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden. Auch das ich bei solch widrigen Bedingungen ein gutes Rennen gefahren bin, zählt für mich sehr viel, da in den letzten Jahren Matschrennen nicht unbedingt zu meinen Stärken gezählt haben, aber das hat der diesjährige Poisonbike-Cup anscheinend geändert.
In diesem Sinne: Bis nächstes Jahr in Houffalize, gerne auch bei Sonnenschein!!!
Lukas Geisbüsch
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