10. Juli 2010 – Drei Mayener Fahrer kämpfen gegen Hitze und Zeit in der Pfalz
Gerade von der Bergsteigertour aus der Schweiz zurück, sollte es direkt wieder mit Radsport weiter gehen. Ich wollte endlich das erste Lizenzrennen der Saison fahren. Max hatte die schon im Juni in getan und dabei sehr positive Erfahrungen gemacht.
Jetzt war er auch wieder dabei und wir entschieden uns an der Landesmeisterschaft (LV RLP + SAR) im Einzelzeitfahren in Rüssingen bei Kaiserslautern teilzunehmen. Beide waren wir der Meinung, dass uns diese Disziplin liegen würde und wir uns ganz gut präsentieren könnten. Auch die große Hitze während der Woche und dann vor allem am Renntag Samstag (38,8 °C in Koblenz waren als Rekord sogar der Bildzeitung das Titelblatt wert - keine Sorge, ich lese so etwas nur im Vorbeigehen!) konnte uns davon nicht abbringen.
Im Auto philosophierten wir dann aber doch, dass bei solchen Bedingungen eventuell nur noch Spezialisten im für KT-A/B/C-Klasse ausgeschriebenen Rennen an den Start gehen würden. Unsere Startzeiten (ich 15:05:30 und Max 15:40:30) lagen auch noch voll in der Mittagshitze, was aber an diesem Tag wohl nichts ausmachte. Die Blicke schweiften schon mal auf dem Parkplatz und beim Warmfahren rund. Dabei waren eigentlich fast ausschließlich extrem teure Zeitfahrmaschinen zu bewundern und wir fühlten uns etwas eingeschüchtert. „Aber egal, das Material zählt nicht, nur der Fahrer der damit fährt!“
Also zum Start. „3, 2, 1, los…“ Die Strecke war leicht wellig, 8 Kilometer lang und drei Mal zu befahren. Der Startabstand zwischen den Fahrern betrug 30 Sekunden. Leider waren die beiden Starter vor mir nicht angetreten und somit der vorherige Fahrer außer Sichtweite enteilt, also keine Orientierungsmöglichkeit. Die erste Welle ließ sich noch gut mit 40 km/h „drüberdrücken“, aber bald danach merkte ich, dass die Hitze zum Problem werden würde, da man den Puls kaum in die höchsten Belastungsbereiche bekommen konnte. Schon am ersten Wendepunkt merkte ich, dass mein Verfolger näher gekommen war. Er überholte mich dann auch schon nach Runde eins. Danach ging es leider so weiter, noch einige Male kamen Fahrer von hinten näher und überholten mich schließlich. Das war schon ein bisschen frustrierend, aber letztlich trotzdem ein schönes Rennen, welches ich dann immerhin mit einem 37er-Schnitt abschloss. Da geht vielleicht noch etwas mehr, an diesem Tag allerdings nicht.
Max hatte ganz ähnliche Erlebnisse, war aber etwas schneller als ich und so mussten wir uns am Ende ganz hinten einreihen und erkennen, dass hier wohl doch ein paar Spezialisten (vor allem viele A-Fahrer) angetreten waren.
Ebenfalls am Start war unser Seniorenfahrer Markus Kütscher, den wir aber nicht gesehen haben und daher keine Eindrücke weitergeben können. Bemerkenswert ist auch noch die hohe Zahl an Dopingkontrollen (über alle Klassen 9 Stück bei etwas über 100 Teilnehmern). Schön, dass auch hier etwas getan wird.
Kurz erwähnt sei auch noch der darauf folgende Sonntag, wo es bei immer noch sehr hohen Temperaturen deutlich jenseits von 30 °C sowohl Max, als auch mich nach Düren verschlug, allerdings zu unterschiedlichen Veranstaltungen. Ich absolvierte beim Marathon in Huchum-Stammeln in knapp unter 7 Stunden ein ca. 210 km langes „Einzelzeitfahren“ ohne eine Sekunde Windschatten.
Max dagegen fuhr erneut ein „echtes“ Rennen, nämlich das Rundstreckenrennen in Düren-Merken. Auf dem flachen und verwinkelten Rundkurs wurde in der C-Klasse ein hartes Rennen mit ständigen Attacken gefahren. So schätzte Max das Rennen deutlich schwieriger, als jenes in Mölsheim ein, beendete es aber trotzdem wieder im Hauptfeld.
Martin Reis
Ergebnisse:
Senioren 2:
- 1. Stefan Steiner (GFR Ludwigshafen)
- 2. Olaf Kühn (RF Homburg)
- 3. Harry Weirich (RV Blitz Oberbexbach)
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- 19. Markus Kütscher (RSC Eifelland Mayen)
Männer KT und A/B/C-Klasse:
- 1. Kai Hlitza (RSC Bad Dürkheim)
- 2. Stephan Sifflet (RV Edelweiß Kandel)
- 3. Alexander Boos (Weiße Wölfe Merzig)
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- 13. Martin Reis (RSC Eifelland Mayen)
Männer U23 KPT/KT und A/B/C-Klasse:
- 1. Stephan Hirsch (RSV Rülzheim)
- 2. André Benoit (RV Schwalbe Trier)
- 3. Moritz Bleymehl (RV Blitz Oberbexbach)
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- 10. Max Göke (RSC Eifelland Mayen)
"Bilder zum EZF Rüssingen" (#12)

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