| Mendig-Budel 2011 |
2. Juli: Kampf an der Spitze der Fernfahrt in die Niederlande Nach eindeutig zu wenig Vorbereitung und Training stand ich trotzdem am 02. Juli in Mendig am Start der Fernfahrt nach Budel. Vom Start an wurde sofort ein hohes Tempo gefahren, wir sind aber alle vier wirklich gut mit über die ersten Hügel gekommen. Auf der ersten Abfahrt, dem Heuweg, haben wir uns dann wieder von den vorderen Positionen verabschiedet, um im Windschatten der Gruppe durchs Nettetal zu rollen. Dies funktionierte tadellos. Von dort an gings weiter sehr hügelig zur zweiten Kontrolle. Weiterhin waren alle vier Vereinskameraden in der Spitzengruppe zu finden. Unterwegs passierten wir unser RSC-Begleitfahrzeug, mit Alwin und Thomas, die Verpflegung und Getränke an Bord hatten. Thomas streckte drei Waffeln in Richtung der Gruppe, Martin und Max winkten jedoch ab, sodass ich leider keine bekam, obwohl ich sie gut hätte gebrauchen können. Die Quittung sollte ich dann am letzten Anstieg bekommen, wo Martin mich in der Mitte noch mit einem Stück Waffel versorgte. Mit vollem Mund war es mir aber leider nicht möglich das Tempo der Spitze mitzugehen, so bin ich dann gemeinsam mit Markus Risse aus der Gruppe rausgeflogen. Oben angekommen versuchte ich alles, um wieder an die Guppe heran zu kommen, leider ohne Erfolg. Während dieses Versuches überholte ich auch Martin Schäfer, der ziemlich langsam fuhr - im Nachhinein stellte sich ein Hungerast als Grund dafür heraus - der nur mit Hilfe einer Flasche Cola aus Toni Risse´s Auto wieder beseitigt wurde. An der zweiten Kontrolle habe ich dann auf Martin gewartet und mich mit zwei Stücken Reis-Kuchen versorgt. Auch Martin gönnte sich eine längere Pause, um wieder zu Kräften zu kommen, was aber dann relativ schnell ging. Nicht so bei mir, ich war wirklich platt und musste dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und war jetzt froh, nicht allein fahren zu müssen. Martin und ich wechselten uns dann schön in der Führung ab, und konnten so die 30km/h im Durchschnitt halten. Je länger wir fuhren, desto mehr schwanden leider meine Kräfte. Trotzdem haben wir versucht, in der Gruppe, die uns überholte, mit zu fahren, was mir auch einige Kilometer gelang. Kurz vor der dritten Kontrolle, wo es warme Suppe gab, überholten wir die Mayener Gruppe, die eine Stunde vor dem offiziellen Start schon losgefahren war. Ich musste dann aber auch die schnelle Gruppe ziehen lassen und bin mit Wolfgang May, Martin Ehret, Manfred Stein, Alois Engels und Paolo Ferrara bis zur dritten Kontrolle gerollt. Ungefähr 35-30km vor Ziel bekam Martin dann erneut starken Hunger, den er mit zwei Power Bars von mir wieder in den Griff bekam. Dort haben wir dann auch den entgegen fahrenden Bernhard Mauel getroffen, der von dort dann gemeinsam mit Martin und mir bis ins Ziel fuhr. Jens Bous
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