| Ardennen-Tour 2011 |
Tagestrip nach Belgien zu den Anstiegen der Ardennenklassiker
Seit unserer ersten Teilnahme am Flèche Wallone 2008 und den Folgejahren waren wir fasziniert von der belgischen Mittelgebirgslandschaft und den aus weiteren Frühjahrsklassikern wie der "Doyenne" berühmt berüchtigten, extrem steilen "Côtes" in der Region Wallonien. So nutzten wir Mitte Mai 2011 einen günstigen Wochentag, um uns zu viert auf den Weg in Richtung Belgien zu machen. Das schwül-heiße Wetter der vorangegangenen Tage wurde glücklicherweise durch die Regenschauer und Gewitter am Vorabend heruntergekühlt, mit Temperaturen um die 20°C hatten wir nahezu optimale Bedingungen für unser Vorhaben erwischt. Wie damals Josef starteten wir morgens im Ort Stadtkyll und überfuhren bereits nach wenigen Kilometern nahe Berferath die belgische Grenze. Über Berg und Tal führte unsere Route durch die wellige Ardennenlandschaft. Vorbei an kleinen, idyllischen Dörfern viel uns der zunehmend typisch belgische Baustil der Häuser und Kirchen auf. Noch relativ frisch trafen wir am frühen Mittag in Stavelot ein und fuhren auf holprigem Kopfsteinpflaster durch die historische Altstadt. Am Ortsausgang stellte sich uns sogleich und etwas plötzlich der erste der anvisierten "Ardennen-Riesen" in den Weg, der bis zu 20% steile "Côte de Stockeu". Den Puls in extreme Höhen treibend wuchteten wir uns die steilen Rampen hinauf und hielten auf halber Höhe kurz für ein Foto am Denkmal zu Ehren von Eddy Merckx. Unmittelbar nach Ortsausgang ging die Schinderei dann munter weiter, am sehr steilen "Thier de Coo" war ein weiteres Mal richtig "beißen" angesagt. Wieder vorbei an Stavelot ließen uns wenig später auch die weiteren Anstiege "Côte d'Amermont" und "Côte de la Haute-Levée" keine Gnade. Ab hier war es dann aber mit den richtig steilen Anstiegen zu Ende und es folgte eine längere Fahrt über die Höhen des „Naturpark Hohes Venn“. Weit und breit gab es hier nur eine Straße, die schier endlos durch den Park führte. Durstig und ausgehungert vielen wir nachmittags in Sourbrodt über die erstbeste Tankstelle her und füllten unsere leeren Energiespeicher mit allerhand belgischen Köstlichkeiten, bevor es dann mit Tempo abschüssig weiter zur deutschen Grenze nach Kaltenherberg ging. Zum Ende unserer rundum gelungenen Tour statteten wir noch der Oleftalsperre einen Besuch ab und erreichten schließlich über die letzten kleineren Hügel unseren Ausgangspunkt. Fazit: Josefs Idee und deren Nachahmung waren goldrichtig. Die Ardennen sind dank ihrer guten Erreichbarkeit immer wieder einen Besuch wert und werden sicher nicht zum letzten Mal unser Ziel gewesen sein. Martin Schäfer "Bilder Ardennen-Tour 2011" (#28)
|