12. September 2021: Mayener Rennerfolge

Pressebericht von Martin Schäfer

 

Podiumsplätze bei MTB-RLP-Meisterschaften und Teilnahme am Ötztaler Radmarathon

Nach einer fast vollständig ausgefallenen Amateur-Radsportsaison 2020 und im Frühjahr 2021 fanden in diesem Sommer nun endlich wieder einige größere Breitensport- und Rennveranstaltungen statt. Die Radsportler des RSC Eifelland Mayen e.V. waren selbstverständlich mit von der Partie und lieferten im Gelände sowie auf der Straße starke Leistungen ab.

 

Beim 1. Lauf des MTB Rhein-Main-Cups in Mainz Ende August wurden die Cross-Country-Rheinland-Pfalz-Meisterschaften ausgefahren. Hier standen drei Mayener Fahrer neben 240 anderen Teilnehmern in verschiedenen Leistungsklassen am Start. Im Rennen der U11 Hobbyfahrer schrammte unser Nachwuchsfahrer Emil Weins nur knapp am Podium vorbei und landete auf dem tollen 4. Platz. Noch besser lief es für die beiden anderen RSCler in den Senioren-Klassen. Im Rennen der Senioren II schaffte Marco Bastiaansen den Sprung aufs Podest und sicherte sich den 3. Bronze-Rang. Noch eine Stufe höher stand nach einem spannenden Rennen bei den Senioren III Uwe Blechschmidt, er freute sich über den Titel des Vize-RLP-Meisters.

 

Einige hundert Kilometer weiter südlich fand am gleichen Tag der berüchtigte Ötztaler Radmarathon mit Start und Ziel in Sölden statt, vier Mayener stellten sich neben 4000 anderen Teilnehmern der Herausforderung. Auf der 238 Kilometer lange Strecke mit 5500 Höhenmetern mussten die Alpenpässe Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch absolviert werden. Als seien diese Eckdaten noch nicht genug, herrschten während des ganzen Tages extrem widrige Wetterbedingungen mit Dauerregen und kühlen Temperaturen. Alle Mayener Sportler bewältigten die Tour jedoch mit Bravour, als erster von ihnen erreichte Denis Fröhlich nach herausragenden 9:24 Stunden (135. Platz) das Ziel. Björn Börgers benötigte 10:39 Stunden (Rang 398), Michael Rotarius 11:55 Stunden (Platz 689) und Jörg Krechel landete nach 12:12 Stunden auf dem 768. Platz. Glückwunsch an alle Fahrer zu ihren hervorragenden Leistungen! 


13. Juni 2021: Kids-Wochenende Hochspeyer

Bericht von Christoph Link

 

RSC Nachwuchs auf Tour im Pfälzer Wald

Große Freude kam bei den Nachwuchssportlern des RSC Eifelland Mayen e.V. Mitte Juni auf. Denn endlich konnte das traditionelle „RSC Kids-Camp“ nachgeholt werden, nachdem es zweimal pandemiebedingt verschoben werden musste. Nicht nur die Jugendherberge in Hochspeyer freute sich auf wieder auf Gäste, sondern auch unsere jüngsten Radfahrer konnten es kaum erwarten, sich gemeinsam dem Abenteuer „Mountainbikepark Pfälzer Wald“ und „Trailpark Hochspeyer“ zu stellen.

 

Voller Vorfreude bezogen 20 Kinder mit Betreuern und einigen Familien in der Jugendherberge coronakonform Quartier und starteten bei herrlichstem Sommer-Wetter am Freitag die ersten Erkundungstouren auf den Trails. Am Samstag stand die Premium Trailtour durch das Naturparadies im Hochspeyerer Wald auf dem Programm, welche in mehreren Gruppen und Schwierigkeitsgraden unter die Räder genommen wurde. Durch das urige Leinbachtal und über die Höhen und Täler zwischen Waldleiningen und Johanniskreuz ging es über Burg Frankenstein zurück zum Ausgangspunkt.Auf teils anspruchsvollsten Naturtrails zeigten die Kids einmal mehr ihr Können, ihre Ausdauer und Bikebeherrschung. Hier erwies sich das regelmäßige Training zur Vorbereitung im Mayener Umland als sehr effizient.

 

Neben alledem pflegte man auch das gesellige Beisammensein und freie Spielen der Kinder. Am Sonntag startete dann die RSC-Gruppe mit weiteren Ausfahrten in die Umgebung. Mit großer Freude und der Unterstützung der erfahrenen MTB-Betreuer verbesserten die Kids weiter ihre Technik auf dem Rad und meisterten die blauen, roten und schwarzen Pisten im Trailpark oder gaben Tempo auf der angrenzenden Cross Country Strecke. Selbst die jüngeren Geschwisterkinder waren nicht zu bremsen und mit Feuereifer dabei.

 

Es war ein rundum gelungenes Wochenende voller neuer Eindrücke und so traten alle stolz, froh und etwas müde die Heimreise Richtung Mayen an. 


27. April 2021: Digitale Jahreshauptversammlung

Pressebericht von Martin Schäfer

 

Vorstand zieht trotz eines schwierigen Jahres ein positives Fazit

Am 26. März fand die erste digitale Jahreshauptversammlung des Mayener Radsportclubs mit knapp 30 Teilnehmern statt. Da in diesem Jahr keine Vorstandswahlen auf der Tagesordnung standen, konnte die Versammlung ohne größere rechtliche Hürden online durchgeführt werden. Haupttagesordnungspunkt waren die Jahresberichte der Vorstandsmitglieder über das vergangene Vereinsjahr 2020 und ein Ausblick auf die aktuelle Saison. Passend zu den Wortbeiträgen wurde die kurzweilige, 120-minütige Videokonferenz mit einer Bilder- und Textpräsentation angereichert.

 

Der Vorsitzende Martin Reis resümierte in seinem Bericht trotz der Pandemie-bedingten Schwierigkeiten über ein insgesamt positiv verlaufenes Jahr 2020. So konnte der Ausfall nahezu sämtlicher eigener und externer Veranstaltungen durch kreative Lösungen und die Umstellung auf Individual- und Kleinstgruppenkonzepte im Verein weitgehend kompensiert werden. Den Schwerpunkt bildete hierbei ein breites Sommerangebot von Vereinsausfahrten, welche „von RSC-Mitgliedern – für RSC-Mitglieder“ entworfen und durchgeführt wurden.

 

Geschäftsführer Jörg Krechel präsentierte sehr erfreuliche Zahlen zur Mitgliederentwicklung. So gewann der Verein seit Beginn des vergangenen Jahres 33 Neumitglieder (über alle Altersklassen hinweg) und erreichte mit aktuell 192 Mitgliedern einen neuen Höchststand. Auch der Breitensportfachwart Arne Büttner konnte auf ein versöhnliches Jahr mit 23.500 gewerteten Kilometern und 648 RTF-Punkten zurückblicken. Angesichts des Ausfalls fast aller Breitensportveranstaltungen wurde dies als Erfolg gewertet. Ein ähnlich gemischtes Fazit zog Sportwart Lukas Geisbüsch: „Externe Wettkämpfe gab es so gut wie keine und so konnten unsere Sportler ihre Trainingsleistungen leider nur bei den vereinsinternen Meisterschaften präsentieren. Dafür war das sportliche Niveau und die zahlenmäßige Beteiligung bei der Clubmeisterschaft sehr hoch und genauso ein Lichtblick, wie die tolle Entwicklung im Bereich des Kinder- und Jugendtrainings.“ 


31. Januar 2021: Virtueller Radsport

Pressebericht von Martin Reis

 

Im Radsportclub Eifelland Mayen haben virtuelle Rennen aktuell Hochkonjunktur. Neben der Teilnahme an hochklassigen externen Rennen wie der Bundesliga-Serie des BDR erweiterte der Verein sein eigenes Angebot und schuf Trainingsrennen und eine dreiteilige Vereinsmeisterschaft. Das zweite Rennen fand in Martin Stahl jetzt einen verdienten Sieger unter den 14 Teilnehmern.

 

Nicht erst seit der Corona-Pandemie erfreut sich virtueller Radsport im RSC Mayen und in der gesamten Radsportgemeinde stetig größerer Beliebtheit. Gleichwohl ist die Krise ein deutlicher Treiber der Entwicklung und so sprießen immer professionellere Rennen und breitere Angebote aus dem Boden. RSC-Vorsitzender Martin Reis dazu: „Wir sind sehr froh, dass unsere virtuellen Angebote so gut angenommen werden. Dabei ist das sportliche Niveau sehr hoch, einige unserer „Eifelländer“ konnten schon beachtliche überregionale Erfolge erzielen.“ An erster Stelle ist dabei erneut Martin Stahl zu nennen. Der 27-jährige konnte seine ohnehin starke Form durch intensives Training im Winter noch einmal verbessern und schließlich sogar ein mit über 1000 Teilnehmern stark besetztes Rennen auf den virtuellen Mont Ventoux gewinnen. Damit unterstrich Stahl erneut die herausragende Verfassung, die ihn auch zum Sieg im zweiten Rennen zur Vereinsmeisterschaft führte. Hier gibt es jedoch starke Konkurrenz und im dritten Rennen am 12.02. wird sich der Gesamtsieg entscheiden.

 

Das erste Rennen im Dezember konnte Felix Schneider für sich entscheiden. Doch auch Lukas Geisbüsch und Max Göke wollen noch in die Entscheidung eingreifen und zumindest ein gutes Tagesergebnis beim Finale erzielen. Beide sind aktuell auch in der vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) veranstalteten Bundesligaserie am Start. Der erste von insgesamt fünf Wertungsläufen fand jetzt statt. Im Starterfeld mit den besten deutschen Amateurfahrern und etlichen unterklassigen Profis schlugen sich die vier gestarteten RSCler wacker und verbuchten neben Achtungserfolgen hoch intensive Trainingsreize. Max Göke erreichte mit rund drei Minuten Rückstand auf den Sieger Jan-Ole Zilse Platz 83 auf dem 47 –km-langen Kurs durch ein virtuelles Frankreich. Mit Lukas Geibüsch (139.), David Nothnagel (147.) und Joshua Dohmen (163.) trugen sich drei weitere RSCler in die Ergebnislisten ein.


19. August 2020: Finale der Vereinsmeisterschaft des RSC Mayen 2020

Pressebericht von Martin Reis

 

Bei herrlichem Spätsommerwetter trafen sich die Radsportler des RSC Eifelland Mayen an der Bunnefixhütte in Kottenheim, um auf einer vereinfachten Strecke des überregionalen Mountainbike-Rennens den dritten und letzten Lauf der Vereinsmeisterschaft auszufahren. Im Hauptfeld wurden alle Erwachsenen-Klassen und die Jugend/Junioren zusammengefasst. Alle starteten gemeinsam und so entwickelte sich ein spannendes Rennen auch über die jeweiligen  Altersklassen hinweg.

 

Vom Start bis ins Ziel verteidigte Felix Schneider die Spitzenposition und siegte in der Herrenklasse letztlich deutlich vor Lukas Geisbüsch und Matthias Kröckel. Die beiden Fahrer, welche Felix Schneider während des Rennens am nächsten kamen, fuhren in anderen Altersklassen und siegten dort jeweils souverän. So zeigte der 16-Jährige Malte Link eine hervorragende Leistung und landete nur 70 Sekunden hinter Schneider auf dem zweiten Gesamtrang, während Marco Bastiaansen weitere 40 Sekunden zurück den Sieg in der Klasse Senioren 1 einfuhr. Bei den Damen siegte Nicole Kröckel, in der Klasse Senioren II errang Bernhard Maul den ersten Platz. Veränderungen in der Gesamtwertung bewirkte dieser dritte von drei Wertungsläufen indes an der Spitze nicht mehr. Nach dem Einzel- und dem Bergzeitfahren gab es nur noch jeweils auf den „unteren Podestplätzen“ Verschiebungen. Als  Gesamtsieger dürfen sich Martin Stahl (Herren), Johanna Bechtold (Damen), Alexander Münch (Senioren 1), Wolfgang Mai (Senioren II) und Jan Klapperich (Jugend/Junioren) feiern lassen.

 

Die tollen Wetterbedingungen boten dann auch einen super Rahmen für die Vereinsmeisterschaft der jüngsten Radsportler, die im Zuge eines kleinen Familienfestes mit Kaffee und Kuchen ihre Sieger ausfuhren. Auf der stark verkürzen Strecke setzten sich im hoch motivierten Teilnehmerfeld Johann Link (U15), Jakob Eiserloh (U11 männlich), Greta Link (U11 weiblich), Emil Weins (U9) und Emma Klaschus (U9 w) unter der Anfeuerung der Großen durch.

 

Nun geht die auch RSC Eifelland Mayen Corona bedingt stark eingeschränkte Saison langsam zu Ende. Ob es die traditionelle Jahresabschlussfeier dieses Jahr geben kann, steht noch nicht fest. Der Vorsitzende Martin Reis dazu: „Wir arbeiten derzeit im Vorstand intensiv an einem tragbaren Konzept unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir eine Feier, wenn auch unter anderen Vorzeichen, durchführen können - einen günstigen pandemischen Verlauf vorausgesetzt.“ 


August 2020: Kanonenbahn, Kyffhäuser und Weimarer Klassik - Mayener Radsportler unterwegs an Unstrut, Saale und Ilm

Pressebericht von Martin Reis

 

Lange Zeit war unklar, ob die traditionelle Flüssetour des RSC Eifelland Mayen in diesem Jahr würde stattfinden können. Einige Wochen vor dem geplanten Start kam die erlösende Nachricht von Cheforganisator Thomas Eggen: Alle vorgesehenen Restaurants und Hotels haben gültige Hygieneregelungen und ein Konzept für die Mayener Radsportler selbst z.B. für die An- und Abreise wurde ebenfalls erarbeitet.

 

So setzte sich die 18-köpfige Gruppe Anfang August Richtung Thüringen zum Start nach Lengenfeld unterm Stein in Bewegung. Am Anreisetag sollten laut Marschtabelle bereits 78 km bewältigt werden, doch direkt zum Start hatte Thomas Eggen eine Überraschung für die Teilnehmer parat: Die ersten 10 km legte man bei einem zünftigen Frühstück entspannt mit der Erlebnisdraisine „Kanonenbahn“ zurück. Die „Kanonenbahn“ erhielt ihren Namen aus dem Volksmund, da sie einst als rein militärische Strecke zum Transport von schwerem Kriegsgerät von Berlin über Koblenz nach Metz gebaut wurde. Um viele Informationen reicher und gut gestärkt wollten die Radler ihre Fahrt aufnehmen, einzig die bei den Brücken- und Tunnelbauwerken angebotenen Schnäpse und Liköre „Tunnellicht“ und „Brückenpfeiler“ hätten die Motivation oder besser die Leistungsfähigkeit noch bremsen können.

 

Nun auf dem Rad erreichten die Eifelländer mit der Unstrutquelle in Keffershausen schnell eine wichtige symbolische Wegmarke. Bis zum Tagesziel in Bad Langensalza und darüber hinaus für die kommenden Tage bis zur Mündung in die Saale bei Naumburg wurden die Radfahrer fortan von der Unstrut begleitet. Warme Temperaturen, sonniges Wetter und (im Vergleich zu so manchem Vorjahr) sportlich überschaubar anspruchsvolle Touren boten reichlich Möglichkeiten, in der Gastronomie am Wegesrand oder an dem ein oder anderen Badesee auch einmal länger zu verweilen. Besonders die zweite Etappe nach Bad Frankenhausen lud am einladenden Strand der Kiesgrube Leubingen zum ausgiebigen Gebrauch dieser Möglichkeiten ein. 

Der Folgetag wartete gleich zu Beginn nach einem Zwischenstopp an der Barbarossahölle mit dem rund 7 Km langen Anstieg zum Kyffhäuserdenkmal auf. Bei diesem sportlichen Höhepunkt der Tour musste sogar mancher mit dem E-Bike teilnehmende RSCler vorausschauend fahren, um nicht gleich zu Beginn der Etappe seinen Akku unwiederbringlich zu leeren. Die Führung an dem beeindruckenden Kaiser-Wilhelm-Denkmal bot eine willkommene Verschnaufpause, die allerdings durch das kräftezehrende Erklimmen der 247 Stufen hinauf zur Spitze des Denkmals jäh unterbrochen wurde. Bei bestem Wetter öffnete sich den Eifelländern ein weiter Rundumblick bis zum Harz im Norden und dem Thüringer Wald im Süden. Zum Tagesziel Naumburg ging es von nun an zwar tendenziell nur noch bergab, doch die heißen und staubigen Bedingungen verursachten die ein oder andere Zwangspause mit dringend benötigtem kühlem Nass.

 

Das Erreichen der Unstrut-Mündung kurz vor Ende dieser 100 Kilometer langen Königsetappe und damit kurz vor dem Tagesziel in Naumburg markierte das Ende dieses Abschnitts. Von nun an ging es tendenziell „flussaufwärts“ – zunächst kurz entlang der Saale und dann von der nahe Bad Sulza gelegenen Ilmmündung eben dieser Ilm folgend zum Tagesziel nach Weimar. Der Anstieg zur Rudelsburg und zur Burg Saaleck forderte die Radsportler noch einmal besonders, ehe die Gruppe am Nachmittag die Kulturstadt Weimar erreichte. Eine Führung durch die Stadt Goethes und Schillers ließ die RSCler in die Weimarer Klassik und ihren Weltruf eintauchen. Das Finale führte die Mayener Radsportler über das herrlich auf einem Berg gelegene Schloss Belvedere zügig die restliche Ilm „hinauf“ bis zu den Ilmenauer Teichen, von wo der Bus die Gruppe wieder sicher in die heimische Eifel brachte. RSC-Vorsitzender Martin Reis zog ein sehr positives Fazit: „Den Tourorganisatoren Thomas Eggen und Gerhard Müller gilt dieses Mal ein besonderer Dank! Nicht nur, dass sie, wie schon so oft, eine großartige, spannende Tour geplant, sondern nun auch für alle Herausforderungen rund um Corona eine Lösung gefunden haben. In den Dank möchte ich aber ausdrücklich auch alle anderen Helfer und die disziplinierten Teilnehmer einbeziehen, es war sicher nicht selbstverständlich, dass diese Tour so reibungslos vonstattengehen konnte!“


02. August 2020: Clubmeisterschaft - Rekorde beim Bergzeitfahren aus dem Nettetal in den Menkepark

Pressebericht von Martin Reis

 

Auch zum zweiten Wertungsrennen der diesjährigen Vereinsmeisterschaft freuten sich die Mayener Radsportler des RSC Eifelland über eine starke Beteiligung. Beim traditionellen Bergzeitfahren von der Falklaymühle im Nettetal über Langscheid hinauf in den Menkepark standen deutlich über 20 RSCler an der Startlinie. Die Regeln mit dem notwendigen Abstand von einer Minute zwischen den einzelnen Startern kamen den Radsportlern hinsichtlich notwendiger Abstandsregeln natürlich entgegen.

 

Der RSC-Sportwart Lukas Geisbüsch zog ein durchweg positives Fazit: „Die Besetzung der einzelnen Rennklassen und die gezeigten sportlichen Leistungen waren wie schon beim ersten Lauf hervorragend. Auch im Start- und Zielbereich zeigten sich die Sportler verantwortungsvoll und hielten die erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln ein.“ Einziger Wermutstropfen für Geisbüsch: „Trotz der tollen Leistungen ist die Spannung um die Titel schon vor dem letzten Rennen im September raus, da alle Sieger bereits feststehen. Aber es gibt sicher spannende Kämpfe um die Platzierungen.“ Dieser Umstand ist der Tatsache geschuldet, dass sich die Gesamtwertung aus den besten zwei von drei persönlichen Ergebnissen der Vereinsmeisterschaft zusammensetzt. Erneut angeführt vom überragenden Sieger der Amateurklasse, Martin Stahl, konnten sich fast alle Gewinner des Auftaktrennens erneut durchsetzen und damit alle schon das noch ausstehende dritte Rennen als Streichresultat festlegen. Stahl gelang dabei wie schon beim Einzelzeitfahren ein Allzeit-Streckenrekord für den Verein. Er legte die rund sechs Kilometer lange Bergstrecke mit 285 Höhenmetern in 13:54 Minuten zurück und verwies damit Max Göke deutlich auf Rang Zwei. Den letzten Podiumsrang ergatterte Lukas Geisbüsch denkbar knapp mit 5 bzw. 12 Sekunden vor Michael Henn und Björn Börgers.

 

Auch die Sieger der Klassen Jugend/Junioren, Jan Klapperich, und Senioren 1, Alexander Münch, hatten sich starker Konkurrenz zu erwehren und blieben dabei unter einer Minute Vorsprung. Etwas deutlicher gestalteten da schon Johanna Bechthold als Siegerin der Damenwertung und Wolfgang Mai als Gewinner der Klasse Senioren 2 ihre Rennen. In allen Klassen gibt es aber noch eine Menge Bewegungspotenzial hinter den nun feststehenden Vereinsmeistern der Saison 2020. Das abschließende Mountainbike-Rennen wird im September die Ergebnislisten noch einmal durcheinanderwirbeln.


17. Juni 2020: Bundesliga im Wohnzimmer

Rennbericht von Max Göke

 

Das virtuelle Radfahren stetig beliebter werden, lässt sich seit Jahren feststellen. Doch spätestens seit der Coronakrise sind Smarttrainer sowie die Trainingssoftware „Zwift“ in der Radsportszene in aller Munde. Nicht ohne Grund sind Smarttrainer aufgrund der enormen Nachfrage überall ausverkauft, denn mit deren Hilfe lassen sich trotz Kontaktverbot virtuelle Radrennen mit Freunden fahren. Der BDR hat auf die Absage der Rennen gut reagiert und ein Alternativangebot geschaffen: die GCA Liga, auch bekannt als die Radbundesliga. Teilnahmeberechtigt bei der fünfteiligen Rennserie waren alle Lizenzfahrer, was dazu führte, dass nicht selten über 400 Starter am Start standen, schließlich sind alle Amateur- und Profisportler extrem rennhungrig.

 

Der RSC Mayen war bei dieser Rennserie stark vertreten. Joshua Dohmen, Lukas Geisbüsch und ich fuhren die komplette Serie, während Martin Stahl beim schwersten Rennen den Alpe du Zwift, welcher dem legendären Alpe d’huez nachempfunden ist, seine unglaublich gute Form mit einem elften Platz unter Beweis stellte. Hierbei muss man sich vor Augen halten, dass mit die besten Amateur und viele KT-Fahrer seine Konkurrenz waren und er etliche von ihnen hinter sich gelassen hat.

Es ist schwer Nachvollziehbar, wie die Fahrt auf einem Heimtrainer auch nur ansatzweise an echte Rennen herankommt. Selbstverständlich handelt es sich um eine ganz andere Art und Weise des Radsports, dennoch ist es eine tolle Möglichkeit, seine Beine mit viel Spaß zu trainieren und auch Wettkämpfe zu bestreiten. Die Strecken waren so ausgewählt, dass in 1,5 h für jeden Fahrertypen etwas dabei ist. Harte Bergetappen (wie die oben beschriebene) waren genauso Teil der Rennserie, wie wellige oder ganz flache Kurse. Erstaunlich hierbei ist, dass die Fähigkeiten, die ein Radsportler auf der Straße hat, auch in den jeweiligen Rennen ähnlich zum Tragen kommen. Ich selbst kann beispielsweise passabel drücken, bin aber kein klassischer Zeitfahrer. Auch für ganz lange Bergfahrten bin ich tendenziell zu schwer und lande eher weiter hinten. Besonders gut kann ich Kurse mit kleinen aber giftigen Rampen fahren. So fielen auch die Ergebnisse bei der virtuellen Bundesliga aus und ich fuhr bei welligem Terrain mein bestes Ergebnis.

 

Alle teilnehmenden Fahrer des RSC Eifelland und des Avia racing Teams ließen parallel zum Rennen eine Videokonferenz laufen, um die Qualen (Durchschnittspulswerte über 180 auf die Rennen waren keine Seltenheit) gemeinsam zu ertragen. Selbstverständlich fehlen uns allen die richtigen Rennen und Zwift ist nur ein netter Zeitvertreib. Wir hatten so aber die Chance, trotz Corona gemeinsam Radsport zu erleben und unsere Form wurde durch die virtuellen Rennen definitiv gesteigert. Nun freuen wir uns alle auf die wahrscheinlich verspätete Saison und werden zukünftig auch im Winter häufiger bei Zwift gemeinsam trainieren. 


18. Mai 2020: Martin Stahl sensationell 11. im Bundesligarennen

Der 26-jährige Martin Stahl vom RSC Eifelland Mayen feierte jetzt seinen größten Erfolg 

Pressebericht von Martin Reis und Martin Stahl

 

Sportliche Erfolge während der Corona-Krise? Wie geht das? Die technische Entwicklung innerhalb der letzten fünf Jahre sorgte für einen regelrechten Boom im Bereich des virtuellen Radsports. Naturnah gestaltete „Welten“, ausgestattet mit realistischen äußeren Einflüssen wie Anstiegen oder Windschatten, erlauben Rennen auf höchstem sportlichen Niveau im eigenen Wohnzimmer. Notwendig sind dafür moderne, sogenannte Smart-Rollentrainer und ein entsprechender Zugang zu den weltumspannenden Netzwerken. Diese Entwicklung hat bereits in den letzten Wintern eine starke Dynamik angenommen und das Training in der Saisonvorbereitung für Rennfahrer deutlich verändert. 

 

Die jetzige Corona-Krise mit ihren Beschränkungen hat das Thema jedoch erneut auf ein ganz anderes Level angehoben. Selbst Fernsehsender wie Eurosport übertrugen virtuelle Rennen mit den Profis der Tour de France zur besten Sendezeit. Auch der Bund Deutscher Radfahrer reagierte schnell und stellte eine fünfteilige Bundesliga als „Ersatz“ für die Straßensaison auf die Beine. Am Start standen meist rund 250 der besten Lizenzfahrer der ganzen Republik - unter ihnen zahlreiche unterklassige Profis sowie beinahe die komplette Spitze des deutschen Amateurradsports. Und insgesamt vier Fahrer des RSC Mayen: Joshua Dohmen, Lukas Geisbüsch, Max Göke und Martin Stahl. 

Wie in der Realität gab es fünf verschiedene Kurse mit fünf verschiedenen Anforderungsprofilen. Während Dohmen, Geisbüsch und Göke an beinahe allen Rennen teilnahmen, stellte sich Martin Stahl lediglich beim anspruchsvollsten Kurs zu Rennen drei an die heimische Startlinie. Lukas Geisbüsch, im RSC Mayen als Fachwart auch für den Rennsport verantwortlich, zieht ein positives Resümee: „Es hat viel Spaß gemacht, war aber auch extrem hart. Die Kurse sind zwar sehr realistisch nachgebildet, die Rennen folgen aber doch eigenen Regeln. So gibt es beispielsweise keine Sturzgefahr, kein Bremsen vor Kurven oder kein Drängeln im Feld – die reine körperliche Leistungsfähigkeit gewinnt noch stärker an Bedeutung als beim Rennen an der frischen Luft. Wir haben uns aber gut geschlagen und mit Platz 74 durch Max Göke sogar einmal einen Platz unter den ersten 100 errungen, was angesichts der Konkurrenz schon ein sehr starkes Ergebnis ist.“

 

Das Martin Stahl an der Alpe du Zwift, einer rund 13 km langen Bergankunft, die in Profil und Verlauf der realen Steigung nach Alpe d’Huez nachempfunden ist, diesen starken 74. Platz als bestes Vereinsergebnis verbessern könnte, war im Vorfeld durchaus erwartbar. Die enorme Leistungsfähigkeit von Martin Stahl ist seinen Vereinskameraden beim Training natürlich nicht entgangen, dabei ist die absolute Spezialität des Wassenachers das Bergauffahren. Und trotz des Wissens um die starken Trainingsleistungen, übertraf seine Leistung selbst die kühnsten Erwartungen. RSC-Vorsitzender Martin Reis: „Der elfte Platz von Martin Stahl bei einem derart stark besetzten Rennen, indem er gleich mehrere Fahrer mit Profilizenz hinter sich ließ, ist ein herausragendes Ergebnis. Wenn sich die etlichen Stunden Training in so einem Erfolg bezahlt machen, ist das für einen Sportler ein tolles Erlebnis.“

 

Stahl selbst gab sich bescheiden und bedankte sich für die zahlreichen Gratulationen seiner Vereinskollegen: „Vielen Dank! War aber auch abartig anstrengend!“ Einzig die lediglich drei Sekunden Abstand zu einem Top-10-Platz sind dann doch wenigstens ein klein bisschen ärgerlich.


04. April 2020: Radrennen in Wohnzimmer

Martin Stahl und Matthias Schäfer erste virtuelle Vereinsmeister des RSC Mayen

Pressebericht von Martin Reis & Lukas Geisbüsch

 

Tatsächlich unabhängig von der aktuellen Corona-Krise veranstaltete der RSC Eifelland Mayen jetzt seine erste virtuelle Vereinsmeisterschaft. „Natürlich sind alle Gruppenfahrten momentan ausgesetzt, unsere Sportler können sich aber glücklicherweise ja auch alleine fit halten. Daher haben wir dieses Projekt unabhängig von den aktuellen Entwicklungen gestartet, da es einen Trend im Radsport der letzten zwei bis drei Jahre aufgreift. Allerdings beobachten wir, dass die Einschränkungen in anderen Ländern die virtuellen Radsportwelten deutlich verstärkt füllen“, so der RSC-Vorsitzende Martin Reis zu der Premiere des neuartigen Wettbewerbs im Mayener Radsportclub.

 

Was muss man unter einer virtuellen Vereinsmeisterschaft verstehen? „Ganz klar einen vollwertigen Wettkampf mit allen körperlichen Leistungsmerkmalen eines „echten“ Rennens an der frischen Luft. Lediglich die Radbeherrschung und Dinge wie Wettereinflüsse fehlen natürlich“, so Sportwart Lukas Geisbüsch. Geisbüsch organisierte schon im gesamten Winter, welcher traditionell bei den Radsportlern zur Saisonvorbereitung genutzt wird, eine wöchentliche gemeinsame virtuelle RSC-Ausfahrt. Dabei nutzen die Eifelländer die Plattform „Zwift“. Hier stehen mehrere Welten mit der Realität nachempfundenen Strecken zur Verfügung. So kann man vor dem heimischen Bildschirm durch Städte wie London und New York, den Regenwald, Wüsten und andere Landschaften fahren oder sogar auf einen 1:1-Nachbau des berühmten Anstieges nach Alpe d’Huez klettern. Sogenannte „intelligente Rollentrainer“ übertragen die virtuellen Welten in reale Widerstände und so sind Steigungen, Abfahrten und sogar Windschattenfahren realistisch simulierbar. Martin Reis dazu: „Das Ganze hat eine extreme Dynamik angenommen. Immer mehr Radsportler setzen auf diese alternative Trainingsmöglichkeit, manche zur Auflockerung und Bereicherung, andere sogar zum plangesteuerten Wintertraining. Wir wollten als Verein hier von Anfang dabei sein, die Entwicklung nicht verpassen und unseren Mitgliedern ein entsprechendes Angebot machen.“

Dieses Angebot fand nun zum Ende der Wintervorbereitung in der ersten virtuellen Vereinsmeisterschaft seinen vorläufigen Höhepunkt. Zwei Rennklassen wurden auf einer 31 km langen Strecke ausgefahren, Grenze war ein bestimmter Wattwert, da die Leistung pro Kilogramm Körpergewicht die gut vergleichbare Währung im virtuellen Radsport ist. In der höheren Klasse (>3,5 w/kg) zeigten sich dann auch wie erwartet die Fahrer vorne, die auch an der frischen Luft zu den stärksten gehören. So siegte Martin Stahl nach 42 Minuten vor Max Göke und Lukas Geisbüsch. In der zweiten Klasse (<3,5 w/kg) holte sich Matthias Schäfer vor Wolfgang Mai und Marc Schumacher den Premierensieg. Lukas Geisbüsch zog eine positive Bilanz: „Es hat Spaß gemacht! Das wird sicher nicht die letzte virtuelle Meisterschaft im Verein gewesen sein, ggf. beteiligen wir uns auch künftig an überregionalen Rennen. Der Bund Deutscher Radfahrer baut hier gerade etwas auf. Wenn man von einigen technischen Kinderkrankheiten absieht, ist es gelungen. In welchem Modus es nächstes Jahr eine Neuauflage geben wird, werden wir frühzeitig besprechen. Sicher ist nur, dass es eine geben wird.“ 

 

Hier gibt es die Ergebnisse:

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2020 Clubmeisterschaft - Zwift.pdf
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März 2020: Eine Kaffeefahrt in Flandern

Oder: Die RTF in meinem Keller.

Bericht von Michael Voss

 

In Zeiten von verantwortungsvollem Verhalten bezüglich der Corona-Krise bleiben einem Radfahrer nur wenige Möglichkeiten, sich seinem Hobby in gewohntem Umfeld – sprich RTFs, Rennen oder Gruppentraining – zu widmen. Doch wie kommt man alternativ auf Kilometer, Höhenmeter und/oder Gruppentraining? Wohl dem der eine Rolle mit Verbindung zum „social riding“ im Internet hat. Unter den vielen Anbietern von Radfahr-Software dürfte Zwift, ohne Wertung, die meistgenutzte Alternative sowohl für Rennrad- als auch MTB-Fahrer darstellen. Ob bei diversen Einzelrennen mit den verschiedensten Leistungsklassen, kompletten Rennserien wie der Tour de Zwift oder den Fondo-Events – für jeden ist etwas dabei.

 

Mir persönlich fehlte bei Kaiserwetter Ende März die Möglichkeit, irgendeine RTF mit Gleichgesinnten fahren zu dürfen. Ob der Lagerkoller dabei eine Rolle spielte, sei an dieser Stelle außen vorgelassen. Also: Smartphone rausgeholt und im Zwift Companion, der App zum Hauptprogramm, nach einem Fondo gesucht, der eine schöne Trainingsrunde ohne extreme Quälerei versprach. Fündig geworden bin ich bei den Zwift Riders Belgium und ihrem „Flanders Coffee Ride“ – nein, es ging nicht um den Nachbarn von Homer Simpson, sondern um eine sonntagmorgendliche Kaffeefahrt. Auf dem Programm standen 120 Minuten in der Watopia, der Hauptwelt von Zwift. Der Kurs kam dabei unserer Specktour recht nahe: Viele Flachstücke und ein paar Höhenmeter zwecks Beweises der Form (oder der Unförmigkeit). Man muss sich die Fahrt so vorstellen, dass unter der Leitung eines Guides, in diesem Fall ein Level 48 von 50 Tier aus Flandern mit 1.200km/Monat (!), ein Hauptfeld startet, dass sich in Leistungsgruppen sortiert, wobei das Gruppetto von einem zweiten Guide „aufgefangen“ wird.

 

Ausgegeben war bei dieser Fahrt die Zielsetzung, mit 2,0 bis 2,5 W/kg ins Ziel zu kommen. Bei meinem Fliegengewicht von 62kg… Spaß. Für mich bedeutet das: 160 bis 200 Watt Leistung. Eine schöne Trainingsausfahrt also. Je nach Event erhält man als Anreiz bei erfolgreicher Teilnahme ein virtuelles Trikot für seinen Avatar. So auch hier mit dem Trikot der Belgian Zwift Riders. Auf Grund der Ausgangssperren überall auf dem Kontinent verzeichnete das Event laut Veranstalter eine Rekordteilnehmerzahl von 550 Radfahrern aus aller Herren Länder. Vorrangiges Thema war natürlich das Virus und in allen Chats äußerten die Fahrer zu Beginn der Fahrt gegenseitige Solidarität, was besonders den italienischen Teilnehmern galt und diese freute.

Los ging es also um 9:25 Uhr in meinem Keller. Zwei Bidons am Rahmen, Not-Riegel und ein Handtuch – so die leicht abweichende RTF Ausstattung im Keller. Dafür blieben Schlauch und Werkzeug in der Garage. Der schöne Nebeneffekt einer Gruppenfahrt neben dem reinen Entertainment durch Guide oder Mitfahrer ist der Windschatteneffekt, der sich bei einer solch riesigen Gruppe einstellt. Statt 35km/h oder ähnlichem als Schnittgeschwindigkeit geht das auch im mittleren Trainingsbereich bis zu 44km/h. Wohl wissend, dass sich schnell unterschiedliche Leistungsgruppen bilden würden und ich keine Lust hatte, einem zerfledderten Feld hinterher zu hechten, ordnete ich mich im vorderen Feld ein. Nach circa einer Viertelstunde erfolgte dann auch die erwartete Trennung in Spitzengruppe, Hauptfeld und Gruppetto. Mit einem Stundenmittel von knapp 41km/h ging es durch die Fuego Flats, vorbei am Vulkan und über den Ocean Drive zurück in die nächste Runde – für jedes Vereinsmitglied ohne Zwift-Anschluss hört sich das vielleicht verrückt an, aber die Abschnitte heißen nun einmal so. Die Gruppen arbeiteten über die vollen zwei Stunden sehr diszipliniert. Es wurde an den Zwischensprints weder gesprintet noch an den kleinen Rampen das Ego bewiesen. So schaffte die Spitzengruppe in den zwei Stunden 81,7km, was leistungsmäßig zwar mit einer erhöhten Leistung im Vergleich zum angepeilten Schnitt einherging, jedoch für mich persönlich noch komplett im Rahmen lag. Das Hauptfeld erreichte das Ziel acht Minuten nach der Spitze nur wenige Minuten vor dem Gruppetto.

 

Fazit der Kaffeefahrt in Flandern: Der Keller ersetzt auf keinen Fall das Gruppenerlebnis draußen, doch wie auch das dienstägliche Vereinstraining auf Zwift oder auch die Verabredungen mit einzelnen Vereinsmitgliedern zeigen, ist diese Art des Trainings im Winter ein schöner Ersatz und in außergewöhnlichen Zeiten ein Mittel, seinen Lieblingssport mit Gleichgesinnten ausüben zu können.

 

Wenn wir schon keine Erfahrungsberichte von Rennen in unserer Heimat bieten können, dann ist diese Art der Berichterstattung vielleicht ein Mittel, Kurzweil auf den Vereinsseiten zu bieten. Tour of Watopia, mit verrückten Leistungsdaten einzelner Vereinsmitglieder, sowie diverse Einzelrennberichte können folgen. 


Februar 2020: Trainingslager Mallorca

Pressebericht von Martin Reis

 

„Die Sieger des Sommers werden im Winter gemacht“, so lautet eine alte Trainerweisheit im Radsport. Gemeint ist vor allem das umfangorientierte Grundlagentraining in den Wintermonaten, mit dem man die Basis für die Saisonhöhepunkte legt.

 

So floh auch dieses Jahr wieder eine Gruppe des RSC Eifelland Mayen auf die Baleareninsel Mallorca und fand tolle Bedingungen vor. Spaniens Sonne wartete mit für Februar ungewöhnlich hohen und stabilen Temperaturen auf, was die RSCler aus dem Vollen schöpfen ließ. Neben dem Ziel, wichtige Kilometer in die Beine zu bekommen, spielt auch die gesteigerte Motivation durch die sommerlich anmutenden Fahrten in kurzer Kleidung eine große Rolle. Die schöne Landschaft und gute Infrastruktur der Insel machen ein abwechslungsreiches Fahren möglich.

 

Bei traumhaftem Wetter erradelten die Mayener viele der landschaftlichen Höhepunkte Mallorcas. So besuchten die Eifelländer bekannte Ziele wie Sant Salvador, Randa Cura, Puig Major, das Kloster Lluc oder die Steilküste im Westen. Die Straßen zum Cap Formentor und nach Sa Calobra sind natürlich die absoluten Höhepunkte und es ist immer wieder ein Erlebnis, die wunderschön angelegten Asphaltbänder unter die Räder zu nehmen. Ihr Verlauf, der Kurvenreichtum und nicht zuletzt die perfekte Kulisse mit felsiger Steilküste über dem tiefblauen Mittelmehr sorgen für die radsportlichen Höhepunkte auf der Insel. So kehrten die Eifelländer gut gerüstet zurück und versuchen nun, mit guter Grundlage in die Saison zu gehen. 

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